LGB-Herbst ’21: Felix Austria

Nach Jahren des Darbens gibt es im LGB-Programm wieder Neues für Österreich-Gartenbahner. Nein, nicht grundlegend Neues, zumindest aber Runderneuertes, passend zur Zillertalbahn. Kern-Herbstneuheit ist die Reihe U, als Vorbild wurde die im Jahre 1900 gebaute U2 der Zillertalbahn, die zwischen Jenbach und Mayrhofen in Tirol verkehrt, ausgewählt. LGB spricht von einem „völlig überarbeiteten Modell“ mit neuen Lampen, ergänzten Kesselanbauten und angesetzten, geätzten Lokschildern. Ausgerüstet wird der LGB-Klassiker mit einem mfx/DCC-Decoder mit vielen digital abrufbaren und schaltbaren Funktionen sowie einem Rauchentwickler mit Rad-synchronem Dampfausstoß. Das Fahrgeräusch und zwei per Reedkontakte auslösbare Sounds sind auch im Analogbetrieb funktionsfähig. Dazu werden zwei passend gemäß Epoche VI dekorierte Plattformwagen angeboten, ergänzt durch den bekannten Weinfasswagen, der aus neuer Produktion auch wieder zu haben ist.

Ein wirklich mal neues Österreich-Modell stellt der Gartenbahn Profi in der nächsten Ausgabe 6/2021 vor, das zunächst als Eigenbau unseres Autors Walter Stramitzer im Garten rollt. Er hat sich der Uh (ÖBB Reihe 498) angenommen, dem kleinen Bullen für Österreich.

Ferner finden sich unter den LGB-Herbstneuheiten Farb- und Bedruckungsvarianten aus dem Modellangebot für RhB- und US-Bahnen, so die Fourney-Dampflok als Nr. 9 der Wiscasset Waterville & Farmington Railway, wie sie heute auf der Museumsbahn im Osten der USA eingesetzt wird, samt passend dekorierten Holz-Plattformwagen. Der Neuheitenprospekt ist auf der LGB-Internetseite downloadbar.

Pullman: Tm 2/2 111–120 RhB

ESU kündigt in seiner Pullman-Modellreihe als Herbstneuheit 2021 Modelle der RhB-Traktoren Tm 2/2 111 – 120 der Nenngröße 2m an. Die von Schöma gebauten Traktoren stellte die Rhätische Bahn zwischen 2001 und 2004 als Tm 2/2 mit den Betriebsnummern 111 bis 120 in Dienst. Da die Fahrzeuge ab Nummer 115 mit einem stärkeren Motor und einer größeren Kühlanlage ausgestattet sind, weisen sie eine etwas größere Gesamtlänge auf als die vier zuerst gebauten 111–114. ESU wird die Unterschiede nachbilden und hat insgesamt fünf verschiedene Modelle in Vorbereitung: mit den Betriebsnummern 111 und 114 zwei kurze Fahrzeuge (336 mm), und mit 115, 116 und 119 zwei lange (346 mm) Ausführungen. Die als Messing und Druckguss hergestellten Traktorenmodelle stellen alle die Epoche VI-Ausführungen dar. Der eingebaute LokSound 5 XL Decoder steuert alle Fahr-, Sound- und Lichtfunktionen. Außerdem verfügen die Modelle über einen eingebauten Rauchgenerator mit Dampfausstoß synchron zum LokSound. Alle Modellversionen verfügen über beidseitig eingebaute, digital schaltbare Rangierkupplungen. Die Auslieferung ist noch für das vierte Quartal 2021 geplant, der UVP beträgt 1995 €.

Diese Traktoren-Baureihe hat bislang bereits Ed‘s GartenBahn aus Kleinserienfertigung mit Gehäuse aus 3D-Druck im Angebot, ausgestattet mit Fahrdecoder ab knapp 1100 Euro erhältlich, zuzüglich Zubehör. Auch hier werden die Längenunterschiede berücksichtigt. Der Gartenbahn Profi stellte das Traktormodell Tm 2/2 120 in seiner Ausgabe 6/2016 auf den Seiten 20–25 vor. Die Rangiertraktoren der RhB in Vorbildern und Modellen waren Themen in den GBP-Ausgaben 3/2020 (S. 12–18) und 4/2020 (S. 68–74).

Die Harz-Kamele helfen aus

HSB-Diesellok 199 872 im Bahnhof Silberhütte, Mitte August 2021. Foto: Jürgen Rech

Ob zweifach auf der Brockenstrecke oder einfach im Selketal und auf der Harzquerbahn, die drei Harzkamele der Baureihe 199.8 helfen derzeit nach Kräften bei den Harzer Schmalspurbahnen aus. Auf der Touristenstrecke von Wernigerode zum Brocken gleichen sie den akuten Mangel an Dampfloks aus, denn 99 234 wartet noch auf eine Verlängerung ihrer Kesselfrist und 99 247 sollte so bald als möglich ihre HU-Abnahme bestehen, damit sie wieder auf die Strecke kann. Das dritte Harz-Kamel ist derzeit im Umlauf des Zugpaares 8970/71 eingesetzt, verkehrt zwischen Harzgerode und Nordhausen und ersetzt hier eine Triebwagenleistung. Der Kurzzug besteht aus einem Harzkamel, einem zweiachsigen Gepäckwagen und einem siebenfenstrigen Plattformwagen – unser Bild zeigt die kurze, Gartenbahn geeignete Garnitur im Bahnhof Silberhütte im Selketal.

Die talabwärts führende Teilverbindung Harzgerode–Alexisbad leistet der lokbespannte Kurzzug übrigens ohne Umsetzen in Alexisbad: Die mit Rangierfunk ausgerüstete Lok wird von der Plattform des Personenwagens aus fernbedient, wenn der Zug von Harzgerode nach Alexisbad fährt – ein nicht alltäglicher Zugeinsatz. Ein viertes Kamel könnte die HSB übrigens auch einsetzen: Für das kurzfristig ausgefallene Fischstäbchen 187 013 werden seit 25. August vorübergehend acht Zugfahrten täglich im Schienenersatzverkehr durch Busse abgewickelt.

Krimml – von Steinen befreit

Aufräumen in Krimml. Fotos: Walter Stramitzer

Das große Aufräumen im Pinzgau ließ nicht lange auf sich warten. Soldaten des österreichischen Bundesheeres griffen zu den Schaufeln und räumten den Bahnhof Krimml inzwischen wieder soweit frei, dass die nach einem Murenabgang verschütteten Bahnanlagen wieder zum Vorschein gekommen sind. Auch der im Bahnhof eingeschlossene Triebwagen wurde mit schwerem Gerät und viel Handarbeit freigeschaufelt. Der dritte Murenabgang innerhalb von drei Tagen hatte am 16. August zugleich die größten Schäden angerichtet. Der Bereich rund um den im Ortsteil Vorderkrimml gelegenen Endbahnhof der Pinzgaubahn zählt nach Auffassung des regionalen Katastrophenschutzes zur „kritischen Stelle“.

Bereits einen Monat zuvor, in der Nacht auf den 18. Juli, waren im Bereich Oberpinzgau etwa 20 Kilometer der schmalspurigen Lokalbahn Zell am See – Krimml bei einem Hochwasser zerstört worden. Allein dieser Schaden wird mit gut 10 Millionen Euro beziffert. Welcher Schaden rund um den Krimmler Bahnhof entstanden ist, muss noch festgestellt werden. Wie die Salzburger Nachrichten berichten, halte das Land Salzburg als Eigentümer am Bestand der Pinzgaubahn fest. Das Blatt zitiert in einem Bericht vom 18. August den Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP): „Unser Thema ist weniger die Frage, die Bahn wiederaufzubauen. Das wollen wir ohnehin. Die Frage ist vielmehr: Wann müssen wir sie das nächste Mal wiederaufbauen?“

Krimml – eine Geröllwüste

Der Endbahnhof Krimml der Pinzgauer Lokalbahn nach dem Unwetter am 16. August. Foto: Walter Stramitzer

Weitere Unwetter haben  am Montagabend, 16. August, erneut den Pinzgau in Österreich heimgesucht und auch die Pinzgauer Lokalbahn schwer getroffen. Bereits Mitte Juli waren zwischen Niedernsill und Krimml Teile der Trasse unterspült und beschädigt worden. Seither konnte die Endstation Krimml nur noch im Schienenersatzverkehr angefahren werden. Doch auch das ist seit Montagabend vorerst nicht mehr möglich. Nach einem Murenabgang ist der Bahnhof weder auf der Schiene noch auf der Straße zu erreichen, Geröll überdeckt die Gleisanlagen und hat einen Triebwagenzug der Schmalspurbahn völlig eingeschlossen. Zudem sind Teile der Bahnstrecke im Bereich Krimml völlig zerstört worden. Walter Stramitzer, Gartenbahner und Autor des Gartenbahn Profi, ist im Hauptberuf Dienststellenleiter bei der zur Salzburg AG gehörenden Pinzgauer Lokalbahn. Als Eisenbahner aus Passion trifft ihn das Schadensereignis doppelt hart – betrieblich und in der Seele. Und so schrieb er uns: „Anbei ein paar Bilder aus Krimml. Dort wurde der Endbahnhof von einer riesigen Mure erfasst – nach 123 Jahren das erste derartige Ereignis dort. Die Natur zeigt ihre Kraft… Das Positive: Die Stimmung und der Rückhalt aus der Region passen nach wie vor – wir bauen auch das auf – mit ein bisschen Glück mit einem neuen Endbahnhof bei den Wasserfällen – Daumen halten.“ Vielleicht bietet der zwingende Wiederaufbau die Gelegenheit, die Strecke zu verlängern und damit auch touristische Bedürfnisse zu erfüllen.

Der Streckenabschnitt zwischen Zell am See und Niedernsill ist von den Unwetterereignissen nicht betroffen, dort verkehren die Züge nach dem Normalfahrplan.

Zerstörter Streckenabschnitt zwischen Niedernsill und Krimml. Fotos: Walter Stramitzer

Die Geröllmassen nach dem Murenabgang haben diesen Triebwagenzug völlig eingeschlossen.

Modellbau im Lockdown (2)

Der neue Gartenbahn Profi 5/2021 ist ab heute (11.8.) auch im Zeitschriftenhandel erhältlich – mit dem zweiten Teil unserer Leserarbeiten aus dem Lockdown im Frühjahr 2020 und Winter 2020/21. Fahrzeug-Selbstbauten und Gebäude-Umbauten stellen wir in einer Vorauswahl unseres auf weiteren 7 Seiten Leserwettbewerbs vor, die Einsendungen der Kategorie „Sonstiges“ folgt im Oktober mit Bekanntgabe der Gewinner. Die Leserarbeiten sind eine Fundgrube an Anregungen für Ihren eigenen Modellbau.

Wenn Sie den Einsendeschluss Ende April 2021 verpasst haben? Kein Problem, wir haben vorsorglich eine zweite Staffel aufgelegt. Bis zum 30. Dezember haben unsere Leser die Möglichkeit, in den ausgeschriebenen fünf Kategorien ihre Modellbauten vorzustellen – von der Anlagenausstattung bis hin zur elektronischen Loksteuerung ist alles möglich. Mehr dazu finden Sie auf der GBP-Homepage hier.

Was erwartet Sie noch in der neuen Ausgabe? Zwei Anlagen-Ideen: vom Keller raus und rund ums Haus – und die nun fertig gestaltete Terrassen-Anlage – übrigens auch ein erfolgreiches und zugleich außergewöhnliches Corona-Projekt, das außerhalb unseres Wettbewerbs lief. Außerdem befassen wir uns in der Gleis-Serie mit dem Schalten und Polarisieren von Weichen, haben den brandneuen digitalen Funkhandregler von Lenz bereits ausgiebig getestet und führen an einem praktischen Beispiel vor, was man mit einem Arduino Projekt anstellen kann. Arduino? Da finden standardisierte Elektronik-Bauteile und leicht programmierbare Software zusammen. Unser Einsteiger-Projekt ist ein praktischer Notaus-Schalter – der schaltet schneller als der Stecker der Zentrale.

Die 84-seitige Ausgabe erhalten Sie im Zeitschriftenhandel. Die nächstgelegene Verkaufsstelle erfahren Sie unter www.mykiosk.com. Oder bestellen Sie Ihr Exemplar in unserem Verlags-Webshop.

HSB-Cabrio – ohne Fahrräder

Premierenfahrt des kurzen HSB Schienencabrios. Foto: © HSB

Der ehemalige Fahrradwagen der HSB ist wieder auf den Gleisen. Allerdings dient das zweiachsige Fahrzeug nicht mehr dem Transport von Drahteseln oder E-Bikes, sondern dem Transport von Fahrgästen an der frischen Luft. Als kurzes Schienencabrio ist er nun im Selketal unterwegs. Geblieben ist der mittige Einstiegsbereich, doch wo einst Fahrräder eingehängt werden konnten, sind nun Sitze und Sitzbänke aufgestellt. Bis Oktober setzt das Harzer Bahnunternehmen den für seine neue Verwendung geringfügig umgebauten Wagen täglich bei den Dampfzugfahrten ein. Der kurze Cabriowagen war  schon 2020 fertig umgebaut, doch kam er wegen der Betriebseinschränkungen in der Corona-Pandemie nicht zum Einsatz und erhielt erst in diesem Jahr seine Zulassung.

Der Gartenbahn Profi nahm den Umbau zum Anlass, den HSB-Fahrradwagen noch einmal als Teilesatz aufzulegen, und zwar in drei verschiedenen Ausstattungsvarianten. Noch bis Ende August können die Teilesätze vorbestellt werden, die Auslieferung beginnt in der zweiten Septemberhälfte. Wegen der bereits disponierten Zulieferung von Metallteilen kann es sein, dass das Angebot aufgrund der bisherigen Nachfrage früher endet. Die Angebote finden Sie im Verlagsshop, den Einstieg bietet unser Basis-Teilesatz:

Sie brauchen mehr?

Wir haben auch mehr. Passendes Zubehör wie Anschriftendecal, Farbe, Fahrgestell und Radsätze enthalten unsere Angebotsvarianten B bzw. C. Zu den Angeboten

 

 

 

Verbrennungs-Triebwagen auf schmalen Spuren

Hubertus Mertes ist Lesern des Gartenbahn Profi durch seine vielseitigen Modellbauten ein Begriff. Ob Brücke, Lokschuppen oder – wie jüngst – der Bau eines amerikanischen Railbus‘, seine Modellbauten beschreibt er akribisch wie verständlich. Nun hat der Hobby-Modellbahner ein Grundlagenwerk in Buchform geschaffen: die erste zusammenfassende Darstellung der mit Verbrennungsmotoren ausgerüsteten Triebwagen auf deutschen Schmalspurbahnen – zumindest auf jenen, die auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland liegen.

Aufgrund langjähriger Recherchen konnte eine Auflistung der Schmalspurbahnen und der dort eingesetzten Triebwagen erstellt werden. Ohne solche Triebwagen, die schon zu Vorkriegszeit zumindest einen Teil der Zugförderungen von den Dampfloks übernahmen, hätten viele Schmalspurbahnen schon viel früher den Betrieb einstellen müssen. Kurze Firmengeschichten der wichtigsten Hersteller sowie die Vorstellung typischer Triebfahrzeuge sollen dem Eisenbahnfreund und Modellbauer als Einstieg in das Thema Schmalspur-Triebwagen sowie als Anregung für eigene Bauvorhaben dienen. „Verleger Dirk Endisch hat dazu beigetragen, das Buch mit weiteren Fotos und zusätzlichen Informationen aufzupeppen, sodass wir beide mit dem Projekt rundum zufrieden sind“, schrieb uns Hubertus Mertes. Und so finden wir in seinem Buch weitaus mehr als Schweineschnäuzchen, den Fliegenden Spreewälder oder den Sylter Sattel-Triebwagen.

Das Buch ist ab sofort auch im Verlagsshop des Gartenbahn Profi erhältlich.

 

 

Historik Mobil: Es schwäbelt in der Oberlausitz

Foto: Wolfgang Thum

Die württembergische Tssd 99 633 hat ihre Heimatstrecke „Öchsle“ in Oberschwaben für einige Tage verlassen und ist aktuell zu Gast bei der Historik Mobil 2021 auf dem Netz der Zittauer Schmalspurbahnen in der Oberlausitz. Dort hat die aus der Sendung „Eisenbahn Romantik“ bestens bekannte Lok bereits erste Probefahrten absolviert. Diese Loktype Bauart „Mallet“ war mit insgesamt 9 Lokomotiven  die am häufigsten gebaute Schmalspurlokomotive der Württembergischen Staatsbahn. Bis 1928 wurde von der 99 633 und ihren Schwestermaschinen der gesamte Verkehr auf dem Öchsle durchgeführt. Dort steht die Lok nach Abschluss einer grundlegenden Aufarbeitung seit 2015 wieder im aktiven musealen Einsatz.

Programmpunkte der Historik Mobil

Bertsdorf, Kurort Johnsdorf sowie Zittau Süd sind die lokalen Schauplätze, und natürlich sind an diesem Wochenende 6. bis 8. August mehrere historische Zuggarnituren im Dauereinsatz. Mit Eröffnung am Freitagabend gibt es Nachtfahrten bis 23 Uhr. Am Ausbildungsbahnhof Zittau Süd können Besucher am Samstag/Sonntag von 10 bis 18 Uhr die Prinzipien der Leit- und Stelltechnik kennenlernen, so wie sie von 1977 und 1996 in Zittau-Süd in Betrieb war. Und im Kurort Jonsdorf präsentieren sich bei der Feuerwehrausstellung historische Löschfahrzeuge am Gemeindeamt, während bei der Oldtimerausstellung am Bahnhof Fahrzeuge der IFA Automobilgeschichte präsentiert werden, ebenfalls am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Alle Programmpunkte listet ein Flyer auf, der hier verfügbar ist.

Black & White: Eine Diesellok zeigt zwei Gisichter

Da rollt etwas Besonderes auf die Modellbahnfreunde zu: Erstmals gibt es ein Vorbild einer Lokomotive und entsprechende Modelle, auf denen die Logos der beiden Modellbahn-Hersteller Märklin und Piko abgebildet sind. Zur Präsentation trafen sich der Geschäftsführer von Märklin, Wolfrad Bächle, sowie Piko-Inhaber Dr. René F. Wilfer in Cottbus auf dem Gelände der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH (FZI). Als Werbepartner unterstützten beide Modellbahnhersteller das FZI-Projekt zur Aufarbeitung der Diesellok 218 497-6. Sie gehört einer Baureihe an, die über Jahrzehnte das Bild auf den Gleisen der DB und später der DB AG prägte. Das Vorbild symbolisiert in seiner außergewöhnlichen Farbgestaltung die Geschichte des FZI in Cottbus, von der Dampflokaufarbeitung bis hin zur ICE-Wartung in der Zukunft. Die Sonderlackierung ist das Ergebnis eines Kreativwettbewerbs unter den Mitarbeitern des FZI gewesen: Dampflokzeit – schwarz, moderne ICE-Zeit hellgrau mit rotem Band.
Märklin und Piko werden Modelle dieser schwarz-weiß designten BR 218 in verschiedenen Nenngrößen anbieten, von der Spur Z (Märklin) über N (Minitrix) bis H0 (Märklin und Piko). Das Spur G-Modell wird von Piko gefertigt, es soll ab Ende September zum Preis von 450 € zur Auslieferung kommen.

Piko: Flutopfer-Hilfsaktion erbrachte 124 000 Euro

Für nur 30 € konnten Modellbahner in einer Blitz-Aktion von Piko einen H0-Güterwagen erwerben, der Nettoerlös kommt Opfern der Flutkatastrophe zugute. Piko verkaufte binnen weniger Tage 4920 H0-Wagen, sodass Piko-Inhaber Dr. René F. Wilfer am 23. Juli den stolzen Spendenbetrag von netto 124. 000  € verkünden konnte: Je 50. 000 € werden an die Regionen Ahrweiler und Erfttal sowie 24.000 € ins Berchtesgadener Land überwiesen.

Piko dankt allen Modellbahnern, die mit dem Kauf des Wagens oder mehrerer Wagen eine Spende zur Linderung der immensen Schäden leisten. Nicht nur aus ganz Deutschland, aus Holland, Österreich, Italien, Dänemark und Polen, auch aus Ländern, die weit entfernt sind, wie Chile, kamen unterstützende Bestellungen. Man sei „total überwältigt von der enormen positiven Resonanz, die Piko für seine Hilfsaktion erhalten hat“, teilte das Sonneberger Unternehmen mit.