Auch am Bodensee: Nächste Messe erst im nächsten Jahr

Ob 37. Internationale Modellbahn-Ausstellung, 19. Faszination Modellbau oder das 12. Echtdampf-Hallentreffen, alle drei werden nun Ende Oktober nicht in Friedrichshafen stattfinden. Vernunft, Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein führen die Veranstalter an, das Modellbauevent am Bodensee in diesem Jahr ausfallen zu lassen. Zuvor waren von den großen Modellbahnmessen schon die Mannheimer Modellbahn und die Dortmunder Intermodellbau dem Schutz vor Corona zum Opfer gefallen und auf 2021 verschoben worden.

Wie die Veranstalter am Freitag mitteilten, hätten Kooperationspartner und Besucher lange auf konkrete Informationen gewartet und behördliche Vorgaben und Entscheidungsverzögerungen zur Geduld gezwungen. Doch nun zähle der Blick nach vorn: „Aussteller und Besucher gleichermaßen sollen 2021 an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen. Deshalb gehen wir jetzt alle gemeinsam in die solide und gründliche Planung für das nächste Jahr“, so Bettina Schall seitens der veranstaltenden Schall-Gruppe. Die Entscheidung zur Absage der drei Veranstaltungen 2020 sei nach intensiven und konstruktiven Gesprächen mit vielen Vertretern der Branche erfolgt. Im Fokus steht nun der der Spätherbst kommenden Jahres – die nächste Faszination Modellbau mit dem Echtdampf-Hallentreffen ist vom 5. bis 7. November 2021 geplant.

Auch der schweizerische Treffpunkt der Kleinserienhersteller in Bauma wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Ebenso hatte sich bereits die Leipziger Messe gegen die Durchführung der Modell, Hobby, Spiel Anfang Oktober entschieden, und auch die traditionellen Tage der offenen Türe bei Märklin werden dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Wann das neue Ausstellung Märklineum in Göppingen eröffnet wird, ist noch nicht entschieden.

Gleis-Abbau im Schwarzwald: Erinnerung an US-Großanlage

Der Traum vom Fernweh ist ausgeträumt: Im Schwarzwaldstädtchen St. Georgen stehen die Züge des US Railway Team bereits still, die im Technikmuseum nahe des Bahnhofs befindliche Großanlage wird abgebaut. GBP-Chefredakteur Hans-Joachim Gilbert hatte noch als allerletzter Besucher die Gelegenheit, einen Blick auf die schier endlose Kulisse auf fotografisch bedruckter Lkw-Plane zu werfen, bevor diese angehängt wurde. Die engagierten Modellbahner aus dem Schwarzwald, die mit Ideenreichtum und finanziellem Engagement eine sehenswerte US-Landschaft mit computergesteuertem Zugbetrieb aufgebaut hatten, konnten sich mit dem Vermieter nicht über die Konditionen zur weiteren Nutzung der Räumlichkeiten einigen. Vor den Großbahnern hatten bereits die H0- und N-Bahner das Handtuch geworfen.

Die Großanlage hatte der Gartenbahn Profi in seiner Ausgabe 2/2020 porträtiert, ergänzt um einen Beitrag zur ausgeklügelten Anlagentechnik mit computergestützter Zugsteuerung in der Ausgabe 3/2020. Wer infolge des Corona-Lockdowns im Frühjahr und der überraschenden Schließung nicht die Gelegenheit hatte, sich die Anlage anzusehen, dem stellen wir jetzt das Porträt aus GBP 2/2020 als Download zur Bildschirmwiedergabe zur Verfügung.

Nach wie vor sucht das US Railway Team neue Räumlichkeiten im Schwarzwald-Baar-Kreis, hat aber auch eine umfangreiche Liste an Roll- und Gleismaterial zusammengestellt, das mit der Einstellung des Fahrbetriebs und Abbau der Anlage verkauft werden soll. Nähere Infos dazu auf der Team-Website us-railway.com.

Zumindest Team-Mitglied Hans-Jürgen Götz bleibt den GBP-Lesern erhalten – als Fachautor für Technik-Themen ergänzt er künftig die Redaktionsmannschaft des GBP und erarbeitet eine Artikelfolge über die vielfältigen Möglichkeiten, drahtlos im Garten eine Modellbahn zu steuern. Los geht’s in der aktuellen GBP-Ausgabe 5/2020.

Furka-Dampfbahn: Bald werden die Loks wieder angeheizt

Auf der Bergstrecke der Furka-Dampfbahn zwischen Realp und Oberwald beginnt am 3. Juli die Saison 2020. Der Saisonstart musste wegen der Corona-Pandemie um drei Wochen hinausgeschoben werden. Dafür bietet dieses Jahr Besonderes: Am Wochenende des 22. und 23. August geben drei Jubiläen Anlass für ein großes Dampfbahn-Festes in Gletsch. Mit diversen Partnern von Bahn und Region wird ein attraktives Programm erarbeitet. Geplant sind Extrafahrten mit der Lok HG 4/4 Nr. 704, nostalgische Postauto-Fahrten zwischen Gletsch und Oberwald, diverse Marktstände mit regionalen Produkten und Ausstellern sowie Ausstellungen über die Region an der Rhonequelle und Führungen durch Gletsch.

Bei der DFB gelten während der Saison 2020 die auch für die anderen ÖV-Betriebe verordneten Schutzbestimmungen. Das Personal trägt Gesichtsmasken, während den Passagieren das Tragen von Masken freigestellt ist.

Keine Gesichtsmasken, dafür nostalgische Kleidung trugen die „Reisenden“ einer dreitägigen exklsuiven Fotoveranstaltung mit drei Dampfloks im September 2019, über die in der aktuellen Ausgabe Gartenbahn Profi 4/2020 in einem 12-seitigen Extra berichtet wird (siehe Galeriebilder; mehr dazu auf der GBP-Website hier).

Weil vermutet wird, dass viele Schweizerinnen und Schweizer dieses Jahr ihre Sommerferien im eigenen Land verbringen werden, bietet die DFB in dieser Saison Extrazüge an. Diese verkehren in den letzten beiden Juli-Wochen von Montag bis Donnerstag zwischen Realp und Oberwald sowie zwischen dem 28. August und dem 18. September jeweils am Freitag zwischen Realp und Gletsch. Empfohlen wird eine frühzeitige Reservation unter www.dfb.ch. Hier finden sich auch weitere Informationen zum Dampfbahnfest am 22./23. August.

Test-Aktion für GBP-Leser

Da purzelt derzeit was in den Karton – Kunststoffteile, frisch aus dem 3D-Drucker. Wozu sie dienen, verraten wir im neuen Gartenbahn Profi 4/2020, der in Kürze in den Aboversand geht und am Mittwoch, 17. Juni, auch im Zeitschriftenhandel erhältlich ist.

Die Bauteile für die Leser-Testsets werden gedruckt.

3D-Druck macht es nicht nur möglich um Bauteile in Kleinserie zu fertigen, er fördert auch den Erfindergeist und lässt eine rasche und preisgünstige Umsetzung von der Idee in ein entsprechendes Produkt zu. Ein solch innovatives Bauteil hat unser Leser Jürgen Pallesche entwickelt. Über seine Erfindung können sich nun exklusiv einige GBP-Leser ihre eigene Meinung darüber bilden: Wir starten eine Test-Aktion und verlosen zehn Test-Sets mit allen benötigten Bauteilen für je vier RhB-Panoramawagen. Die Bauteile dienen zum Austausch an Modellwaggons von LGB oder Kiss. Zehn unserer LeserInnen senden wir das Gratis-Testset zu mit der Bitte, Bauteile ausgiebig in der Fahrpraxis zu erproben und anschließend zu beurteilen. Wie Sie an der Test-Aktion teilnehmen können, erfahren Sie also in wenigen Tagen im neuen GBP 4/2020 ab Seite 66.

Intermodellbau erst wieder 2021

Die zuletzt für den August geplante Dortmunder Modellbaumesse Intermodellbau 2020 kann aufgrund geltender Verordnungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden. Dies teilte die Messe Dortmund GmbH am Donnerstag, 4. Juni, mit. Alle Beteiligten hätten auf Hochtouren daran gearbeitet, für die großen Modellbaumesse, die ursprünglich im gewohnten April über die Bühne gehen sollte, einen weiteren Ausweichtermin im Jahr 2020 zu finden. „Die Gespräche mit unseren Partnern und Ausstellern haben aber gezeigt, dass insbesondere aufgrund der Veranstaltungsdichte im Herbst die Durchführung einer Intermodellbau für alle Seiten nicht sinnvoll und zumutbar wäre“, so die Begründung der Messegesellschaft. Daher habe man nun die schwere Entscheidung getroffen, die Intermodellbau 2020 ausfallen zu lassen, bzw. auf das nächste Jahr zu verschieben. Einen Termin dafür gibt es schon: 15. – 18. April 2021. Weitere Infos unter www.intermodellbau.de

Kiss: Harzmallet kommt im Juli

Wenn das Amtsgericht Darmstadt am 15. Juli 2020 die Gläubigerversammlung über die Kiss Modellbahnen GmbH & Co KG eröffnet, läuft in Viernheim das Geschäft schon längst weiter. Die bislang selbstständige Unternehmung Kiss Modellbahnen wird künftig als eine Marke des hessischen Spur 1-Spezialisten Fine Models fortgeführt. Fine Models hat in einem sogenannten Asset Deal die Vermögenswerte der insolventen Kiss Modellbahnen GmbH & Co KG übernommen. In der Schweiz hat sich dagegen ein neues Unternehmen Kiss Modellbahnen Schweiz als GmbH gegründet. Die Projekte in den Baugrößen 0, 1 und 2m werden länderspezifisch aufgeteilt, dabei wird sich Kiss Modellbahnen Deutschland um die anstehenden HSB-Modelle Harzmallet und Brockenlok kümmern.

Und die Harzmallet, so teilte Kiss Modellbahnen Deutschland / Fine Models am 3. Juni mit, befinde sich nun per Schiff von Fernost auf dem Weg nach Europa und werde Mitte Juli zur Auslieferung ab Viernheim erwartet. Von der schon gut verkauften Brockenlok, so ließ Fine Models Geschäftsführer Matthias Martin die Redaktion Gartenbahn Profi am zurückliegenden Pfingstwochenende wissen, werde man voraussichtlich noch ein paar Lokomotiven mehr auflegen als bislang geplant, so dass dieses Modell mit etwas zeitlichem Abstand also erst im Jahr 2021 folgen wird.

Weitere Hintergründe über die Neuorganisation bei Kiss Modellbahnen in deutschland und der Schweiz erfahren die Leser des Gartenbahn Profi in der nächsten Ausgabe 4/2020, die ab Ende kommender Woche im Abo ausgeliefert wird.

Ab 30. Mai: Modellbahnhof Stockheim öffnet wieder

Von Halt auf Langsamfahrt: Der Modellbahnhof im hessischen Stockheim darf unter Auflagen wieder besucht werden. Der als gemeinnützig eingetragene Trägerverein hatte als Betreiber der Modellbahn-Schauanlagen (darunter eine große Gartenbahn-Außenanlage) einen sehr positiven Start ins erste Jahr zu verzeichnen – bis der „Lockdown“ kam. Die im Zuge der Corona-Pandemie verfügte Zeit der Schließung konnte man nur durch eine gewährte Soforthilfe des Landes Hessen überstehen. Nun steht die vorsichtige Wiedereröffnung bevor.

Vereinsmitglieder nutzten die publikumslose Zeit, um an den begonnenen Anlagen-Neubauten bzw. an den Optimierungen weiterzubauen. Sehr aktiv während der Betriebspause waren die beiden Social-Media-Experten Lukas Koch und Paul Marius Steinke, seit Ostern werden wöchentlich Videos aufgenommen und auf verschiedenen Plattformen präsentiert, z.B. auf Youtube. Vereinsmitglieder stellen Anlagenbereiche und ihre Aufgaben vor. So konnte und kann man sich auf dem Laufenden halten, was im Modellbahnhof passiert.

Zur Wiedereröffnung am 30. Mai sind verschiedene Sonderausstellungen im Obergeschoß zu besichtigen. Die Sonderausstellungen „Die Appenzeller Bahnen“ von Harald Klein sowie „Winterdampf“ von Wilfried Kohlmeier sind weiterhin zu sehen wie auch die beiden Modellauto-Ausstellungen von Gerd Schwalm und Harald Klein.

Bis auf weiteres dürfen sich maximal 30 Besucher zeitgleich im Innen- und Außenbereich aufhalten. Mund-Nasenschutz-Pflicht besteht mit Ausnahme von Kindern unter 6 Jahren. Es wurde ein Einbahnsystem beginnend ab der Kasse eingerichtet, welches auch im Obergeschoß umgesetzt wurde. Stündlich werden Taster, Türgriffe etc. mit entsprechenden Mitteln gereinigt. Auch stehen den Besuchern Spender mit Handdesinfektion zur Verfügung. Leider müssen die Kinderspielbereiche geschlossen bleiben.

Öffnungszeiten sind samstags von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr. An Sonn- und Feiertagen ist der Modellbahnhof in 63695 Glauburg-Stockheim, Bahnhofstraße 51, ab 11 Uhr geöffnet.

HSB: Zaghaft wieder Dampf

Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) haben am Montag, 18. Mai, nach zweimonatiger Pause wieder einen eingeschränkten Betrieb auf ihrem Gesamtnetz aufgenommen. Abhängig von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie werden dabei zunächst zwei Dampfzüge von Wernigerode auf den Brocken verkehren, zwei weitere Abfahrten finden von Drei Annen Hohne statt. Auf dem übrigen Netz bietet die HSB einen vorerst reduzierten Verkehr mit Triebwagen an. Im Südharz fahren zu Himmelfahrt wieder zusätzliche Züge.

Mit Dampf geht es täglich um 9.10 und 11.55 Uhr von Wernigerode auf den Brocken. Durch Pendelfahrten der beiden Dampfzüge finden von Drei Annen Hohne um 9.57, 12.00, 12.46 und 15.06 Uhr insgesamt vier Abfahrten zum höchsten Berg des Harzes statt. Auch auf den Strecken der Harzquer- und Selketalbahn wird die HSB vorerst nur wenige Fahrten anbieten. Aus Infektionsschutzgründen kommen dabei ausschließlich Triebwagen mit separaten Fahrerkabinen zum Einsatz. Quedlinburg sowie Hasselfelde werden vorerst nur einmal täglich vom Triebwagen angesteuert.

Die Auflagen zum Infektionsschutz gelten nicht nur in den Zügen, sondern auch für das Betreten der nun wieder regulär geöffneten Fahrkartenausgaben und Dampfläden der HSB. Vorerst geschlossen bleibt allerdings die Verkaufsstelle im Bahnhof Gernrode (Harz), und für die Fahrkartenausgaben in Schierke sowie auf dem Brocken gelten zunächst verkürzte Öffnungszeiten. Der Erwerb von Online-Tickets ist derzeit aus technischen Gründen nicht möglich, teilte die HSB mit.

Umzug vollendet: Champex Linden ist im Allgäu angekommen

Der Großbahnhändler Champex Linden hat das Örtchen Nievenheim nordwestlich von Köln verlassen – und seine Zelte nun mitten in der württembergischen Allgäu-Gemeinde Kißlegg aufgeschlagen. Private Gründe gaben dazu den Ausschlag, doch den Standortwechsel haben Sven Linden und seine Frau Anna auch dazu genutzt, sich ganz auf den Versandhandel zu konzentrieren. Ein Ladengeschäft mit regelmäßigen Öffnungszeiten gibt es nicht mehr, aber die Möglichkeit der Abholung vorbestellter Ware nach Terminabsprache.

„Wir haben alles gut überstanden“, ließ uns Sven Linden wissen. „Der Umzug war erwartungsgemäß viel Arbeit. Es hat aber alles gut geklappt und inzwischen versenden wir schon wieder seit einer Woche. Wir fühlen uns im Allgäu sehr wohl und kommen uns vor, als wären wir schon ewig hier vor Ort.“ Dabei hatten die Lindens noch kaum Zeit, sich in der neuen Umgebung umzusehen, denn es wartete viel Arbeit auf sie. Insgesamt 125 Paletten an Waren wurden mit Schenker Eurocargo und Miet-Lkw ins Allgäu geschafft. Bis alles eingepackt und am neuen Ort wieder eingeräumt war, vergingen fünf Wochen voller Arbeit von früh bis spät in die Nacht – „aber es hat sich gelohnt! Und ich habe prima abgespeckt, ganz ohne Diät!“, ließ uns Sven Linden wissen.

Erreichbar ist der Großbahnhändler nach wie vor über die Website www.champex-linden.de, hier finden sich auch die neuen Kontaktdaten. Ein paar Bilder, die uns Sven Linden zur Verfügung gestellt hat, vermitteln einen Eindruck vom neuen Versandzentrum, das sich in der Schloßstraße 60 in Kißlegg/Allgäu befindet.

Wunschzettel-Aktion läuft ab

Nur noch bis einschließlich Mittwoch, 15. April, haben Gartenbahner die Gelegenheit, sich an der Wunschzettel-Aktion des Gartenbahn Profi zu beteiligen. In der Ausgabe 2/2020 hatten wir unsere Leser gebeten, uns ihre unerfüllten Wünsche bezüglich des Angebots an Fahrzeugen oder Zubehör mitzuteilen. Wir haben zahlreiche Zuschriften mit einer großen Bandbreite an Ideen erhalten – und wer bislang gezögert hat seine Ideen oder Wünsche kundzutun, hat nun noch bis zum Mittwoch die Gelegenheit dazu, seine Vorschläge einzureichen – einfach und formlos per Mail an unser extra eingerichtetes Postfach: wunschzettel@gartenbahnprofi.de